Geschichte

1898

Hochbehälter Katharinenberg. Erste Druckwasserversorgung der Stadt Wunsiedel. Fassungsvermögen: 2 x 200 m³

1903

Die Gründung eines Energieversorgungsunternehmens in Wunsiedel ist auf einen Streit über die Realisierung der städtischen Beleuchtungseinrichtung zurückzuführen. Diese Auseinandersetzung, ob Strom oder Gas als Grundlage der Beleuchtungseinrichtung herangezogen werden sollte, ging über einige Jahre hinweg, genauer gesagt von 1903 bis 1908. Zu dieser Zeit war noch nicht absehbar, dass in Zukunft das Motto gelten sollte:
Im Prinzip geht alles, nur ohne Strom geht nichts.



1908

Das Zeitalter der Elektrizität beginnt
1908 wurde die Einrichtung eines Elektrizitätswerkes beschlossen und noch im selben Jahr mit der Errichtung begonnen. Am 9. Dezember des selben Jahres wurde der Betrieb des Elektrizitätwerkes aufgenommen.
In den ersten Jahren wurde die elektrische Energie mittels einer Dampfanlage erzeugt, als Stromart wurde Gleichstrom mit 2x110 Volt angewandt. Mit dieser Technik wurden 224 Anlagen mit 2400 Glühlampen und 12 Elektromotoren mit Energie versorgt. Schon nach kurzer Zeit wurde ein 5 kV-Kabelnetz errichtet, um die aussenliegenden Gemeinden mit Energie zu versorgen.


1914

Neue Aggregate, neue Bedürfnisse
1914 wurde aus der Eigenerzeugung eine Ergänzungserzeugung, das heißt, dass ein Großteil der Energie vom Kraftwerk Arzberg bezogen wurde.
Nach dem ersten Weltkrieg wurde dann die Dampferzeugungsanlage durch ein Dieselaggregat, welches aus einem Unterseeboot stammte, ersetzt.

1924

Strom wird immer wichtiger
1924 wurde eine erneute Verbraucherzählung durchgeführt, welche ergab, dass mittlerweile 16.400 Glühlampen, 400 Elektromotoren mit zusammen 2.300 kW, und erstmalig bereits 298 Heiz- und Kochgeräte angeschlossen waren. Hier zeigte sich, dass die Entscheidung auf Strom als Primärenergie zu setzen, der richtige Weg war. Der Gesamtverbrauch lag in dieser Zeit bei 1,6 Millionen kWh. Und die Redewendung "Im Prinzip geht alles, nur ohne Strom geht nichts" gewann immer mehr an Bedeutung.





1927

Eingliederung der Wasserversorgung zum Elektrizitätswerk
1927 wurde durch den Stadtrat die Eingliederung der Wasserversorgung beschlossen. Das Elektrizitätswerk wurde zu den Stadtwerken.





1928

Die ersten Pumpversuche und Errichtung der Denglerquelle
Die Denglerquelle zählt auch heute noch zu einer der wichtigsten Einrichtungen der Wunsiedler Wasserversorgung.

1941

Ungewisse Zukunft
In diesem Jahr wurden Verhandlungen über den Verkauf des Elektrizitätswerkes an das Regionalunternehmen geführt. Nachdem unsererseits die Stadt Wunsiedel auf die erheblichen finanziellen Nachteile, welche durch den Verkauf dieses Betriebes entstehen würden, hingewiesen wurde, verblieb das Werk schließlich bei seiner Gemeinde.

1950

Umstellung von Gleich- auf Wechselstrom
1950 wurde der Umbau von Gleich- auf Wechselstrom endgültig beendet, welcher noch vor der Währungsreform begonnen wurde.
Ab diesem Zeitpunkt war die Erweiterung, Erhaltung und Verkabelung des Stromnetzes eines der wichtigsten Aufgabengebiete, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

1954

Bau Hochbehälter Bibersbacher Straße
Fassungsvermögen: 2 x 500 m³

Um die Wasserversorgung der Stadt Wunsiedel zu gewährleisten, wurden in den nächsten Jahrzehnten vier weitere Hochbehälter gebaut.

1963

Bau Hochbehälter Schönbrunn
Fassungsvermögen: 2 x 200 m³

1964

Bau Hochbehälter Kappel
Fassungsvermögen: 2 x 150 m³

1977

Erweiterung Hochbehälter Kappel
Fassungsvermögen: 1 x 500 m³

1981

Gründung der Gasversorgung
Gesellschaftsgründung: 08.12.1981
Stammkapital: 1 Mio. DM
Gesellschafter:
Stadt Wunsiedel-Stadtwerke 50%
Bayerische Elektrizitäts-Lieferungs-Gesellschaft
Bayreuth AG 50%

1985

Neubau der SWW Wunsiedel GmbH wird beschlossen
Das Elektrizitätswerk war an seine Grenzen gestoßen. Also fasste der Stadtrat 1985 den Beschluss, den bisherigen Standort aufzugeben und einen Neubau in der Hofer Straße zu errichten. Nach vier Jahren Planungsarbeit wurde mit dem Neubau begonnen.

1988 - 1989

Bau Hochbehälter Leupoldsdorf
Fassungsvermögen: 2 x 1000 m³

1990

Abriss des alten Gebäudes - Neubau in der Hofer Straße 19.

1999

Neue Aufgabengebiete der SWW Wunsiedel GmbH
Neue Aufgaben und Herausforderungen brachte die Liberalisierung des Energiemarktes. Um den Kunden getreu dem Motto "alles aus einer Hand" bedienen zu können, ist die Sparte Telekommunikation in den Aufgabenbereich aufgenommen worden.

2000 - 2003

Die Stadtwerke Wunsiedel wurden am 15. August 2001, rückwirkend zum 1. Januar 2001, vom Eigenbetrieb der Stadt Wunsiedel in eine "Gesellschaft mit beschränkter Haftung" umgegründet und am 22. August 2001 in das HRB eingetragen. Der neue Firmenname lautet SWW Wunsiedel GmbH (Strom-Wasser-Wärme).

Im Rahmen dieser Umgründung wurde der Betriebszweig Bäder (Hallenbad und Freibad Wunsiedel) der SWW Wunsiedel GmbH übertragen.

Die SWW Wunsiedel GmbH beschäftigt derzeit ca. 60 Mitarbeiter.

Leistungsbereiche: Stromversorgung, Wasserversorgung, Wärmeversorgung, Elektroinstallation, Telekommunikation, Steuerungssysteme

Daten Stromversorgung:
Versorgte Gemeinden: Wunsiedel, Tröstau, Bad Alexandersbad, Nagel, Ebnath, Brand, Neusorg und Kulmain, davon fünf Gemeinden nur teilweise.
Versorgte Einwohner: etwa 20000
Mittel- und Niederspannungsleitungen: ca. 590 km
Hausanschlüsse: ca. 6000
Transformatorenstationen: 200

Daten Wasserversorgung:
Die Versorgung der Stadt Wunsiedel mit den Ortsteilen Schönbrunn, Breitenbrunn, Furthammer, Holenbrunn und Valetsberg wird durch verschiedene Gewinnungsanlagen sichergestellt: Denglerquelle Wunsiedel, Tiefbrunnen A und C Leupoldsdorf, Quellen Luisenburg, Quellen Schönbrunn, fünf Hochbehälter mit 4600 m3 Fassungsvermögen. Versorgte Einwohner ca. 9600, Wasserverbrauch ca. 600.000 m³/Jahr.

2004 - 2005

Die Projektierung, Genehmigung und Realisierung des Bürgerprojekts Solarpark Wunsiedel sowie der Erdgastankstelle durch die Unternehmenstochter Gasversorgung Wunsiedel GmbH setzten deutliche Zeichen hinsichtlich einer umweltbewussten nachhaltigen Energienutzung. Zudem wurden mehrere Erdgasfahrzeuge angeschafft und für viele private, öffentliche und gewerbliche Einrichtungen Energieoptimierungen durchgeführt. Neue Gebiete (Schwarzenbachgrund Abschnitt II/Am Steinbruch in Neusorg) wurden erschlossen und das Stromleitungs- sowie Wasserrohrnetz in einigen Gebieten erfolgreich saniert bzw. erneuert.

In Zusammenarbeit mit E.ON Bayern wurde als Pilotprojekt eine Holzvergaser-BHKW-Anlage im Heizwerk Neualbenreuth errichtet.

Neben dem Schwerpunkt umweltbewusstes Handeln standen die Jahre 2004-2005 im Zeichen der Erhöhung der Wirtschaftlichkeit. So wurde das Planwerk (50 DIN A4-Ordner) komplett überarbeitet und digitalisiert. Die Erneuerung der Umwälzanlage im Hallenbad stellte nicht nur einen hygienischen, sondern auch einen wirtschaftlichen Betrieb sicher.

Um die Effektivität zu erhöhen wurde auf Grundlage einer Ist-Analyse verschiedener Arbeitsschritte ein Sollkonzept erstellt und der technische Kundenservice wieder eingeführt. Auch ein Monitoring der Netz- und Betriebskosten, Unbundling und Anreizregulierung trug zur höheren Wirtschaftlichkeit bei.

Die weitere Attraktivitätssteigerung des Freibads - das Freibad wurde 2005 zum Frei-ZEIT-bad - erhöhte sowohl die Akzeptanz als auch die Nachfrage.

2006

Das Jahr 2006 stand unter dem Motto: „Chancen geben, erkennen, nutzen“. So war das Jahr 2006 insbesondere für die SWW Wunsiedel GmbH als Energieversorger voller Zukunftsängste. Doch aus dieser „Angst“ heraus entstand auch der Mut, die eintretenden Chancen zu nutzen und die Veränderungen als Herausforderung zu sehen.

Erdgas als Kraftstoff, Holz als Energielieferant, Abfall als nachwachsender Rohstoff? – Neue Arbeitsplätze entstehen, Innovationen sind gefragt.

Voraussetzung ist jedoch ein gewisses Grundvertrauen in unsere Politik, in unsere Märkte, in unsere Umwelt, in unsere Mitmenschen und natürlich in uns selbst. Dieses Vertrauen entsteht durch Kontinuität, Qualität sowie letztendlich durch eine immerwährende Beharrlichkeit, noch besser werden zu wollen.

Zukunft

Energie ist wertvoller als je zuvor. Wir stehen vor der großen Herausforderung die Energieversorgung auch in Zukunft zu sichern. Mit Mut, guten Ideen und innovativen Produkten sind wir auch für die nächsten 100 Jahre bestens gewappnet.

2008 und darüber hinaus

Der Anfang des 21. Jahrunderts war insbesondere für die SWW Wunsiedel GmbH als Energieversorger voller Zukunftsängste. Doch aus dieser „Angst“ heraus entstand auch der Mut, die eintretenden Chancen zu nutzen und die Veränderungen als Herausforderung zu sehen.

Voraussetzung ist ein gewisses Grundvertrauen in unsere Politik, in unsere Märkte, in unsere Umwelt, in unsere Mitmenschen und natürlich in uns selbst. Dieses Vertrauen entsteht durch Kontinuität, Qualität sowie letztendlich durch eine immerwährende Beharrlichkeit, noch besser werden zu wollen.

So setzt die SWW Wunsiedel GmbH nun schon seit einigen Jahren verstärkt auf regenerative Energien und nachhaltige Technologien.

Durch die Nutzung von Solarenergie, Holz und Abfall als nachwachsende Rohstoffe und Energieträger, Erdgas als Kraftstoff und moderne Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung entstehen nicht nur neue Arbeitsplätze – wir sichern kommenden Generationen eine lebenswerte Zukunft.

1898 - 1929
1930 - 1979
1980 - 1989
1990 - 1999
2000 - 2007
ab 2008