Holzvergasung

Stadtwerke Wunsiedel: Neue Energien / Holzvergasung

Die Holzvergasung ist eine verfahrenstechnische chemische Reaktion, die es ermöglicht, durch Pyrolyse oder Teilverbrennung unter Luftmangel ("unterstöchiometrische Verbrennung") aus Holz das brennbare Holzgas zu gewinnen. Mit diesem Gas können daraufhin Verbrennungsmotoren angetrieben werden.

Bereits 1921 wurde Holzgas erstmals als Treibstoff für Autos eingesetzt; bald darauf fuhren in Mitteleuropa eine halbe Million Fahrzeuge mit Holzvergasern. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Ära der Holzvergasung jedoch durch billiges Erdöl beendet. Heute wird die Holzverbrennung meist zur Wärmeerzeugung in Holzhackschnitzel- und Biomasseheizwerken benutzt. Mit der Stromerzeugung ist die Holzverbrennung bislang jedoch nur sehr selten in Verbindung gebracht worden. 

Wird Holz verbrannt, geht 85% der Materie in ein Schwelgas und damit in Energie über, die bislang ungenutzt bleibt. Durch die Holzvergasung wird diese mit Hilfe eines Motors zur Stromerzeugung genutzt, was durchaus lohnend ist. Dank diverser, im Erneuerbare-Energien-Gesetz vorgesehener, Boni wird jede eingespeiste Kilowattstunde mit rund 0,20 EURO vergütet.