Die Zukunftsfähigkeit der Natur ist uns sehr wichtig, deshalb beraten wir Sie umfassend in Energiefragen und zeigen Ihnen zudem Wege eines ressourcenschonenden Energieeinsatzes auf.

Einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz liefern dabei die so genannten „neuen Energien“ zur Strom- und Wärmeerzeugung. Sie ergänzen die Energiegewinnung aus konventionellen Kraftwerken und tragen somit zur Schonung fossiler Ressourcen bei und erzeugen insgesamt eine „sauberere“ Energie, da weniger bzw. keine „Abfälle“ (CO2, Sondermüll) entstehen.

Die Beispiele auf den folgenden Seiten zeigen, dass sich ein Einsatz regenerativer Energieträger meist recht einfach umsetzen lässt und sich trotz höherer Anschaffungskosten im Laufe der Zeit ökologisch, aber durchaus auch wirtschaftlich als lohnend erweisen kann.

Informationen zur Förderung neuer Energien finden Sie hier:

Der Wunsiedler Weg „Smart Energy City WUNsiedel“

Jeder Weg beginnt mit dem bewussten ersten Schritt. Diese Anleitung ist ein Abbild des momentanen Status und wird mit jedem weiteren Schritt wachsen. Getreu dem Motto „Auch Rom wurde nicht an einem Tag erbaut“.

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  • Biogas

    Biogas entsteht bei der anaeroben (sauerstofffreien) Vergärung von organischem Material wie Klärschlamm, Bioabfall, Speisereste, Wirtschaftsdünger (Gülle, Mist), Pflanzen oder Pflanzenteilen. Das Gas wird einem Verbrennungsmotor zugeführt, der einen Generator antreibt und den so produzierten Strom schließlich ins Netz eingespeist.

  • Holzvergasung

    Die Holzvergasung ist eine verfahrenstechnische chemische Reaktion, die es ermöglicht, durch Pyrolyse oder Teilverbrennung unter Luftmangel ("unterstöchiometrische Verbrennung") aus Holz das brennbare Holzgas zu gewinnen. Mit diesem Gas können daraufhin Verbrennungsmotoren angetrieben werden.

    Bereits 1921 wurde Holzgas erstmals als Treibstoff für Autos eingesetzt; bald darauf fuhren in Mitteleuropa eine halbe Million Fahrzeuge mit Holzvergasern. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Ära der Holzvergasung jedoch durch billiges Erdöl beendet. Heute wird die Holzverbrennung meist zur Wärmeerzeugung in Holzhackschnitzel- und Biomasseheizwerken benutzt. Mit der Stromerzeugung ist die Holzverbrennung bislang jedoch nur sehr selten in Verbindung gebracht worden.

    Wird Holz verbrannt, geht 85% der Materie in ein Schwelgas und damit in Energie über, die bislang ungenutzt bleibt. Durch die Holzvergasung wird diese mit Hilfe eines Motors zur Stromerzeugung genutzt, was durchaus lohnend ist. Dank diverser, im Erneuerbare-Energien-Gesetz vorgesehener, Boni wird jede eingespeiste Kilowattstunde mit rund 0,20 € vergütet.

  • Solarpark

    Wir betreiben unter dem Gesellschaftsnamen Solarpark Wunsiedel GmbH eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 80,85 kW peak. Es wird eine Gesamtstrommenge von ca. 72.000 kWh im Jahr erzeugt, was einer CO2-Ersparnis von jährlich ca. 65 t entspricht. Die Solarstromanlage ist als Bürgerprojekt konzipiert, um das vielfältige solare Engagement von Privatpersonen, Kommunen und Unternehmen in einem Netzwerk zu bündeln und zusammenzuführen.

    Die niedrige Mindestbeteiligung von 1.000 € hat es vielen Menschen ermöglicht, sich an diesem regionalen Solarstrompark als Kommanditist zu beteiligen. Für die Anleger wird eine Rendite vor Steuern von ca. 7% auf das gebundene Eigenkapital erwartet. Die Refinanzierung erfolgt durch die Vergütung des produzierten Solarstroms auf Basis des Erneuerbaren-Energie-Gesetzes (EEG).

  • Photovoltaik

    Den Erneuerbaren Energien gehört die Zukunft. Sie werden die endlichen fossilen Energieträger in diesem Jahrhundert ablösen. Das vorhandene Energiepotential der Sonnenstrahlung übersteigt den momentanen Weltenergiebedarf um das Zehntausendfache.

    Die Photovoltaik stellt auf Grund ihres hohen Potentials, langfristig gesehen, ökologisch und wirtschaftlich eine der wichtigsten Techniken zur Nutzung Erneuerbarer Energien dar.

    Die intensive und rücksichtslose Verbrennung fossiler Energieträger hat die Erdatmosphäre in den vergangenen Jahrzehnten global und mittelfristig irrreparabel geschädigt. Überschwemmungen, Ozonlöcher, Luftverschmutzung, Smog, Waldsterben, Allergien bei Mensch und Tier sind aus den täglichen Berichten von Funk und Fernsehen kaum mehr wegzudenken. Die Flutkatastrophe in den östlichen Bundesländern hat uns deutlich gezeigt, dass wir künftig unsere wirtschaftlichen Anliegen nur unter Beachtung umweltpolitischer Kriterien umsetzen dürfen.

    Der dezentrale Aufbau von Solarstromanlagen unterstützt eine Energieversorgungsstruktur, die weniger abhängig von einigen wenigen Versorgern und damit grundsätzlich krisensicherer ist.

    Aus diesen Gründen ist der Ausbau von Anlagen, die regenerative Energien wie Sonne, Wind, Wasser und Biomasse nutzen, unverzichtbar und wird von der Politik unterstützt

  • Windkraft

    Diese, nach menschlichem Ermessen unerschöpfliche Energiequelle, wird in Europa in Form von Windmühlen bereits seit dem 12. Jahrhundert genutzt. Moderne Windkraftanlagen dienen der Stromerzeugung und sind besonders effizient.

    Die SWW Wunsiedel GmbH ist gemeinsam mit den Kommunen Arzberg, Wunsiedel und Kirchenlamitz Gesellschafter der ZunkunftsEnergie Fichtelgebirge GmbH. Schwerpunkt künftiger Projekte, von denen sich einige sozusagen schon in der Warteschleife befinden, soll die Erschließung von Standorten für Windkraft- und Photovoltaikanlagen sein.

    März 2012 wurde im Landkreis Wunsiedel (Braunersgrün) eine der größten und modernsten Windkraft­anlagen Bayerns eingeweiht. Gesellschafter sind die SWW Wunsiedel sowie die Kommunen Arzberg, Wunsiedel und Kirchenlamitz. Die Anlage kann etwa 2600 Drei-Personen-Haushalte mit Strom versorgen.

  • Windstützpunkt